
Heute widmet er sich ganz dem Schreiben von Büchern – darunter Krimis, Thriller und Sachbücher, die sich oft an realen Ereignissen orientieren. Seine Erfahrung zeigt: Die besten Krimis schreibt das Leben selbst. Seine bisherigen Werke reichen vom Fußballkrimi „FoulSpieler“ über den Politthriller „Akte B.“ bis zur Anthologie „MEER MORD – Kutter, Küsten und Kanaillen“, deren Erlöse der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger zugutekamen. Nun ist im September 2025 sein neuer Roman: „Grethe und der Deutsche“ erschienen.
Die junge Dänin Grethe ist noch keine 18 Jahre alt, als sie im Spätsommer 1940 – wenige Monate nach der Besetzung Dänemarks – dem deutschen Marinesoldaten Kurt begegnet. Was als Zufall beginnt, wird zu einer großen Liebe, die stärker ist als alle Vorurteile. Doch Grethe muss für diese Liebe kämpfen – gegen Ressentiments im eigenen Land, gegen die harte Realität der Besatzung und schließlich gegen politische Entscheidungen nach dem Krieg.
Grethe setzt alles daran, Kurt vor der Auslieferung an die Russen zu retten. Sie kämpft in Schweden bei Medien, Kirchen, dem Roten Kreuz und sogar bei der legendären Diplomatin Aleksandra Kollontai. Schließlich erreicht sie das Unglaubliche: die Genehmigung zur Hochzeit im Internierungslager – die einzige dokumentierte Eheschließung mit einem deutschen Kriegsgefangenen in einem dänischen Lager. Es ist die wahre Geschichte einer jungen Frau, die Liebe über Hass stellt, die trotz persönlicher Verluste niemals aufgibt – und die im Schatten der Geschichte ein Stück Hoffnung und Menschlichkeit bewahrt.
Manfred Ertel liest aus seinem Roman, erzählt von den historischen Hintergründen und den Recherchen, die hinter dem Buch stehen, und lädt anschließend zum Gespräch ein. Ein Abend voller Literatur, Zeitgeschichte und persönlicher Begegnung – mitten im Herzen der deutsch-dänischen Gemeinschaft in Hamburg.
Montag, 15. September 2025
19:00 Uhr
Dänische Seemannskirche
Ditmar-Koel-Straße 2
20459 Hamburg
Anmeldung bitte bis zum 8. September an info@ddverein.de.