Minderheiten leben nicht abgeschottet „hinter hohen Hecken und Zäunen“, sondern sind selbstverständlicher Teil der Gesellschaft. Dennoch treten sie für viele erst dann ins öffentliche Bewusstsein, wenn politische Ereignisse dies sichtbar machen – etwa wenn der Südschleswigsche Wählerverband in Erscheinung tritt oder politische Verantwortung übernimmt.
Frank Lubowitz geht in seinem Buch grundlegenden Fragen nach: Wie ist die Situation der Minderheiten historisch gewachsen? Unter welchen Bedingungen kann eine eigene sprachliche, kulturelle und nationale Identität bewahrt werden – und wie verändert sie sich im Laufe der Zeit? Welche Rolle spielen dabei Institutionen, Vereine und politische Vertretungen?
Der Blick richtet sich dabei nicht nur auf die deutsche Minderheit in Dänemark, sondern bezieht auch die dänische Minderheit in Deutschland sowie weitere Volksgruppen in Schleswig-Holstein mit ein. Gerade in dieser grenzüberschreitenden Perspektive wird deutlich, wie eng Geschichte, Politik und gesellschaft-liches Leben in der deutsch-dänischen Grenzregion miteinander verflochten sind.
Nicht zuletzt lädt der Vortrag dazu ein, über den Wert kultureller Vielfalt nach-zudenken: über unterschiedliche Sprachen, Traditionen und Lebensweisen, die das Zusammenleben bereichern und neue Perspektiven eröffnen.
Ein Abend, der historisches Wissen, politische Einordnung und aktuelle Fragen miteinander verbindet – und damit ein Thema beleuchtet, das für das Verständnis der deutsch-dänischen Beziehungen von besonderer Bedeutung ist.
Montag, 15. Juni 2026
19:00 Uhr
Dänische Seemannskirche
Ditmar-Koel-Straße 2
20459 Hamburg
Anmeldung bitte bis zum 10. Juni an info@ddverein.de.
TOP 1
Begrüßung der Sitzungsteilnehmer durch den 1.Vorsitzenden Bruno Bedholm erfolgte um 19:05.
Auf Vorschlag von Bruno Bedholm wurde Torkild Hinrichsen als Versammlungsleiter einstimmig gewählt.
TOP 2
Der Versammlungsleiter Torkild Hinrichsen konnte feststellen, dass die Mitgliederversammlung termin-und fristgerecht einberufen worden ist. Anwesende Mitglieder: 18. Die Versammlung ist somit beschlussfähig.
TOP 3
Bericht des Vorsitzenden
Im Jahr 2025 hat es 10 Veranstaltungen mit dem Schwerpunktthema Dänemark gegeben. Dazu zählten u. a.;
Im Jahr 2026 gab es bereits 3 Veranstaltungen:
Ausblick auf kommende Veranstaltungen in 2026:
Der Konversationskreis in dänischer Sprache ist jeden 1. Mitwoch im Monat. Treffpunkt: Altonaer Museum, Säulenhalle, 14 bis 16 Uhr. Leitung: Torkild Hinrichsen.
Mitgliederbewegung
Mitglieder Stand 16.03.2026: 158 (144 Einzelmitglieder, 12 Firmenmitglieder)
Austritte 2025: 15
Neue Mitglieder 2025: 12
TOP 4
Kontostand/Sydbank am 01.01.2025:
Am 31.12.2025:
TOP 5
Die Kassenprüfer waren mit der Kassenführung sehr zufrieden. Mängel konnten nicht festgestellt werden, weil der Schatzmeister sehr genau und ordentlich gearbeitet hat.
TOP 6
Dem Vorstand wurde einstimmig die Entlastung erteilt.
TOP 7
Der 1.Vorsitzende schlägt folgende Mitglieder zur Wahl vor:
Wahlvorschläge
Bruno Bedholm als 1. Vorsitzender für 2 Jahre
Volker Clément als Schriftführer für 2 Jahre
Markus Diefenbach als Beisitzer für 2 Jahre
Else Kjær als Beisitzerin für 2 Jahre
Horst Welke als Schatzmeister für 2 Jahre
Laila Hansen und Flemming Larsson als Kassenprüfer für 2 Jahre
Zur Wiederwahl sind alle bereit.
Wahlergebnis
Bruno Bedholm als 1. Vorsitzender für 2 Jahre
Volker Clément als Schriftführer für 2 Jahre
Markus Diefenbach als Beisitzer für 2 Jahre
Else Kjær als Beisitzerin für 2 Jahre
Horst Welke als Schatzmeister für 2 Jahre
Laila Hansen und Flemming Larsson als Kassenprüfer für 2 Jahre
Alle gewählten Mitglieder haben die Wahl angenommen.
TOP 8:
Vorbereitung der „50-Jahr-Feier“ des DDV.
Ende der Versammlung: 19:48 Uhr
Bruno Bedholm, 1. Vorsitzender
Jürgen Nielsen, Protokollführer
Mitten im ehemaligen Handwerkerviertel gelegen, bietet die Museumsinsel spannende Einblicke in die Geschichte der Stadt Heide und ihrer Persönlichkeiten. In mehreren historischen Gebäuden werden Themen wie regionales Handwerk, Stadtentwicklung sowie das Leben und Werk bedeutender Persönlichkeiten anschaulich präsentiert – darunter auch der Dichter Klaus Groth und die Comic-Pioniere Rudolph Dirks und Gus Dirks.
Vielen Dank für das Angebot an Monika Carstens sowie die Organisation von Lutz Wendler und Horst Welke!
Samstag, 13. Juni 2026
09:00 bis 19:00 Uhr
HINFAHRT
Treffpunkt: Bahnhof Dammtor, Gleis 3, Abschnitt D um 09:10 Uhr
Abfahrt des Zugs Richtung Heide: 09:21 Uhr
RÜCKFAHRT
Treffpunkt: 17:02 Uhr ab Heide
Ankunft in Hamburg: 18:41 Uhr
Um Anmeldung wird gebeten bis zum 01. Juni unter info@ddverein.de.
KOSTEN
Bitte überweist die 22 Euro oder die 5 Euro mit eurer Anmeldung auf das Konto des Deutsch-Dänischen Vereins:
IBAN DE89 2003 0600 1000 5325 59.
Foto: © Museumsinsel Lüttenheid Heide
Wo zuvor nichts war, erschafft Christensen in alphabet mit der schlichten, beschwörenden Formel „gibt es“ nichts Geringeres als die Welt selbst: Aprikosenbäume, Narwale, Stickstoff, Atome, den Halleyschen Kometen. Zeile für Zeile, Atemzug um Atemzug wächst Wirklichkeit. Das Physische und das Psychische durchdringen einander, Muster entstehen, zerfallen, verbinden sich neu. Sprache wird zu Schöpfung. Das Gedicht weitet sich — vom Kleinsten bis ins Kosmische, bis an den Rand der Unendlichkeit.
Und doch trägt dieses Werk einen Schatten. alphabet ist ein Hymnus an das Leben im Angesicht seiner möglichen Auslöschung — geschrieben im Bewusstsein jener zerstörerischen Kräfte, die der Mensch selbst entfesselt hat, durchglüht von der Frage, wie zerbrechlich unsere Wirklichkeit ist. Eine zärtliche und zugleich unbeirrbare Existenzbehauptung. Von seltener poetischer Wucht. Und von erschreckender Gegenwärtigkeit.
Der Schweizer Theaterkünstler Thom Luz nimmt sich dieses Jahrhundertgedicht vor, um es erstmals auf einer Theaterbühne in ein von Musik durchdrungenes Klangbild zu verwandeln – verspielt und traurig, flüchtig, voll von leisem Humor, mit magisch schönen Theaterbildern und drei herausragenden Schauspielerinnen aus drei Generationen: Ilse Ritter, Julia Wieninger und Alberta von Poelnitz.
Die Uraufführung findet am 6. März im SchauSpielHaus Hamburg statt, weitere Vorstellungen gibt es unter anderem am 12.03, 25.03, 12.04, 25.04, 12.05 und 05.06.
alphabet
von Inger Christensen
Regie: Thom Luz
Uraufführung am 06.03.2026
Deutsches SchauSpielHaus Hamburg
Kirchenallee 39
20099 Hamburg
Weitere Informationen zum Stück und Karten: alphabet | Deutsches Schauspielhaus Hamburg
Bild: © Katrin Ribbe
"Sorgen und Freuden gehören zusammen.
Manche Tage fühlen sich schwer an und ziehen sich hin, andere vergehen leicht, fast bevor wir sie bemerken.
Ton und Tempo des Lebens schwanken beständig.
Veränderung gehört zum Leben.
Das erfahren wir alle – auch in diesem Jahr.
Nehmen wir zum Beispiel das Elternsein.
Königin Mary und ich genießen es, unsere Kinder wachsen zu sehen, wie sie ihren Weg finden und sich anschicken, das Nest zu verlassen. Gleichzeitig erfüllt uns der Gedanke, sie loszulassen, mit Wehmut.
In diesem Jahr wurde Prinzessin Isabella 18 Jahre alt. Stellen Sie sich das einmal vor.
Die Tage mit kleinen Kindern können manchmal lang erscheinen. Doch plötzlich sind sie vorbei, und die Kinder treten hinaus in die Welt – eine Welt voller Möglichkeiten, aber auch voller Herausforderungen.
Einige dieser Herausforderungen sind größer, als uns lieb ist.
Die Zahl der Kriege ist hoch.
Einer davon findet ganz in unserer Nähe statt.
Nur wenige tausend Kilometer von Dänemark entfernt kämpfen die Ukrainer für ihre Freiheit.
Seit fast vier Jahren halten sie durch, leisten Widerstand und bestehen auf ihrem Recht, als freies und unabhängiges Land zu existieren.
Der Krieg bringt Leid und Unglück und verbreitet Unsicherheit in Europa.
Die Kämpfe finden auf ukrainischem Boden statt, doch es geht um Grundlegendes: um Sicherheit, Unabhängigkeit und Souveränität – hier auf unserem Kontinent und darüber hinaus.
Die Ukrainer haben nie Krieg gewollt; sie verdienen Frieden.
Hierzulande ist Frieden seit Jahrzehnten Alltag. Die meisten von uns haben nie etwas anderes erlebt. Zum Glück.
Diejenigen, die vor 80 Jahren die Befreiung erlebt haben, werden immer weniger. Augenzeugenberichte sind zu Berichten aus zweiter Hand geworden. Wir haben uns so lange sicher gefühlt, dass wir fast vergessen haben, dass es auch anders sein kann.
Für andere sind die Schatten der Vergangenheit noch nicht verblasst.
Finnland ist ein Beispiel für ein Land, das es schafft, das Schlimmste mitzudenken, ohne das Leben zum Stillstand zu bringen. Für die Finnen hat die Bedrohung aus dem Osten nie aufgehört. Sie leben damit, beugen sich ihr aber nicht. Das haben Königin Mary und ich deutlich gespürt, als wir Anfang des Jahres Finnland besuchten.
In Lettland ist der Frieden noch jung. Als ich 1992 als Student zum ersten Mal das Land besuchte, war Freiheit für die Menschen etwas Neues. Fünfzig Jahre Besatzung prägen ein Volk, und diese Erfahrung relativierte meine eigene.
Hierzulande spüren wir heute etwas Ähnliches. Nicht alle wollen uns Gutes. In der Grauzone zwischen Frieden und Unfrieden versuchen anonyme Angreifer, Unruhe zu stiften, Zwietracht zu säen und Angst zu verbreiten.
Es kann Websites treffen, die plötzlich ausfallen. Es können irreführende Videos sein, die Misstrauen säen. Es können Drohnen sein, die wie diffuse Vorzeichen am Himmel auftauchen.
Was kommt als Nächstes? fragen wir uns.
Den Nachrichtenstrom abzuschalten mag verlockend erscheinen, doch das ist kein Ausweg. Die Realität findet statt, ob wir sie wahrnehmen oder nicht.
Die Kunst besteht darin, wachsam zu sein, ohne sich von Angst überwältigen zu lassen. Aufmerksam zu bleiben, ohne denjenigen zu folgen, die Unsicherheit säen.
Glücklicherweise sind wir hierzulande darin geübt.
Wir wissen, wer wir als Volk sind und wofür wir als Nation stehen.
Wir orientieren uns selbstständig, vertrauen einander und helfen gern.
Wir kennen unseren Wert, ohne uns zu überschätzen.
Unsere größte Stärke ist es, zusammenzuhalten – im Königreich Dänemark, in Europa und in der NATO.
Ein Sprichwort besagt: Man soll sich auf das Schlimmste vorbereiten und auf das Beste hoffen. In der Verteidigung ist das nicht nur ein Spruch, sondern gelebte Praxis. Das haben Königin Mary und ich während unseres Besuchs in Lettland erlebt, als wir das dänische Kampfbataillon in Camp Valdemar begrüßten.
Gemeinsam mit unseren Verbündeten in der NATO leisten unsere Truppen einen entscheidenden Beitrag zur Sicherung des Friedens im Ostseeraum, indem sie sowohl hohe Maßstäbe setzen als auch die Moral hochhalten.
Ich danke unseren Soldatinnen und Soldaten, die sich für uns einsetzen – und ihren Angehörigen, die währenddessen ohne sie auskommen müssen.
Danke auch allen, die für unser Land sorgen – der Polizei, den Rettungsdiensten und der Verteidigung.
In diesem Sinne – und als Vater – möchte ich unseren Wehrpflichtigen einen Neujahrsgruß übermitteln. Danke, dass ihr euch zum Dienst meldet und euch für die Gemeinschaft engagiert. Ich hoffe, dass ihr – wie kürzlich der Kronprinz und ich selbst zu meiner Zeit – durch das Vertrauen, das ihr erhaltet und anderen entgegenbringt, über euch hinauswachst.
Ihr seid das Fundament unserer Verteidigung, das in den kommenden Jahren gestärkt wird – sowohl zeitlich als auch personell.
Die Wehrpflicht ist für alle in Dänemark zur Pflicht geworden, und in Grönland nehmen grönländische Jugendliche an der neuen arktischen Grundausbildung in Kangerlussuaq teil. Das bedeutet eine vielfältigere und damit stärkere Verteidigung.
In Wirklichkeit kennt die Pflicht zur Verteidigung weder Alter noch Ablaufdatum. Wir alle sind verpflichtet, uns um unser Land zu kümmern, und haben eine moralische Verantwortung gegenüber einander.
Unser christliches Kulturerbe fordert uns auf, liebevoll zu sein – nicht nur gegenüber unseren Nächsten, sondern gegenüber allen Menschen.
Unsere Mitmenschen sind sowohl diejenigen, die wir uns im Leben ausgesucht haben, als auch diejenigen, die wir übersehen oder von denen wir uns distanziert haben. Darin liegt die Herausforderung.
Unsere Aufgabe ist es, in unseren Herzen Platz für Mitgefühl zu finden – auch wenn es uns schwerfällt.
Im Frühjahr hatte ich das große Vergnügen, wieder in Grönland zu sein, und einmal mehr wurden wir mit überwältigender Herzlichkeit empfangen.
Es war und ist eine turbulente Zeit. Trotzdem lassen sich die Grönländer nicht beirren, sondern begegnen ihren Herausforderungen mit Stärke und Stolz.
Sie schaffen Zusammenhalt nach innen und Respekt nach außen und festigen das Bild eines starken Volkes in der Arktis.
Im Frühsommer war es endlich Zeit, die Färöer zu besuchen.
Die Vorfreude wurde voll und ganz erfüllt, als Königin Mary, Prinzessin Josephine und ich den Boden der Inseln betraten.
Von Luft, Land und Meer erstreckte sich die fast überirdische Schönheit so weit das Auge reichte – soweit der Nebel es zuließ.
Überall wurden wir von der bekannten färöischen Gastfreundschaft empfangen. Auch auf der Tanzfläche. Denn wenn Färinger einen Kettentanz tanzen, ist immer Platz für einen mehr.
Gemeinschaften gibt es in vielen Varianten, und der Tanz zeigt: Wer dazukommt, wird ohne Zögern aufgenommen.
Das mag wie eine kleine Geste erscheinen, doch für denjenigen, der außen bleibt, kann es die Welt bedeuten.
Dies gilt nicht nur für den Tanz, sondern für fast alles im Leben.
Ich danke allen auf den Färöern und in Grönland, dass sie meine Familie und mich erneut so herzlich aufgenommen haben.
Im Namen von Königin Mary und mir danke ich auch den vielen Menschen, die uns im Laufe des Jahres unterstützt haben.
Wir wissen, dass jedem unserer Besuche umfangreiche Vorbereitungen vorausgehen – sei es, Routen durch die Stadt für unseren Besuch zu planen oder Platz für den Dannebrog im Hafen zu schaffen.
Überall genossen wir die blühende lokale Kultur. Jede Stadt hat ihre Besonderheiten, jede Region ihren Charme, jede Ecke ihre Fähigkeiten.
An vielen Orten stießen wir auf alte Handwerkstraditionen, überliefert und verfeinert über Generationen. Glasbläserei in Sæby, Freizeitfischerei in Vorupør, Seetangdachdeckung auf Læsø. Handwerkskunst sichert über Jahrhunderte hinweg Lebensunterhalt und begeistert auch heute.
Anfang dieses Jahres traf ich fünf junge Auszubildende – Augusta, Casper, Niels, Sofie und Magnus – die auf der Europameisterschaft für junge Fachkräfte in Herning ihre Berufe auf höchstem Niveau präsentierten.
Dänemark gewann zahlreiche Medaillen – beeindruckend und inspirierend. Junge Handwerkerinnen und Handwerker können mit ihren Händen Wunder vollbringen. Es kommt auf Geschick, Fleiß und Zeit an – und das ist heute wie damals der Weg zu Können und Meisterschaft.
Der Wandel des Lebens betrifft uns alle – ob hier geboren oder zugezogen, ob wir hier leben oder als Dänen im Ausland.
Was wir haben, schätzen wir besonders, wenn wir es manchmal entbehren müssen.
Sorgen und Freuden, Gutes und Schlechtes, Sonnenschein und Wolken – sie gehören zusammen.
Keiner kann das eine ohne das andere haben.
Vielleicht ist es auch gut so.
Denn der Frühling ist gerade deshalb so schön, weil wir ihn nach dem Winter erleben.
Ein wirklich frohes neues Jahr!
GOTT SEGNE DÄNEMARK.“
Foto: © Dennis Stenild, Kongehuset
Die Ausgabe November/Dezember der DDV Mitteilungen ist erschienen. Blättert hier rein ins neue Heft. Viel Spaß beim Lesen – und euch allen eine wunderbaren und gemütlichen Herbst.
Euer DDV Redaktionsteam
PS: Hier gibt es die älteren Ausgaben der DDV Mitteilungen zum Nachlesen.
Bonde untersucht in ihrer Arbeit die Beziehung des Menschen zur Natur, geprägt vom Paradox, dass wir uns nach ihr sehnen und dennoch oftmals keine enge Verbindung zu ihr haben. Mit gedeckten Farben, inspiriert von organischen Formen, und in ruhiger, minimalistischer Ästhetik lädt sie die Natur in den Innenraum ein.
Das Material – flaches Baumwollpapier – verwandelt sie mit Skalpell, präzisen Schnitten und feinen Aquarellakzenten in reliefartige Landschaften. Schicht für Schicht enthüllt sich ein verborgenes, organisches Reich. Diese reduzierte und zugleich subtile Formensprache verortet Bondes Werk in einer Tradition kontemplativer Naturdarstellungen, in denen die formale Klarheit und das Spiel mit Räumlichkeit zu Sinnbildern für das menschliche Streben nach Freiheit und Transzendenz werden.
Silke Bonde "Bird"
06. September bis 25. Oktober 2025
Schlieder Contemporary
Berliner Straße 32
60311 Frankfurt am Main
Bild: © Silke Bonde
Musikalische Bewegungen und Begegnungen. Angesichts der für 2029 geplanten Eröffnung der Fehmarnbelt-Querung hat sich das dänische Ensemble Storstrøm vorgenommen, die durch den Tunnelbau neu entstehende grenzüberschreitende Kulturregion Fehmarnbelt bereits jetzt durch eine ganze Reihe unterschiedlicher deutsch-dänischer Projekte vorzubereiten. Im November 2025 findet „Warten auf den Tunnel…“ statt: eine gemeinsame Tournee des Ensembles Storstrøm mit Studierenden der Musikhochschule Lübeck, in deren Zuge die gesamte „Vogelfluglinie“ abgefahren wird. Auf dem Programm stehen Werke deutscher und dänischer Komponist:innen wie Carl Nielsen oder E.T.A. Hoffmann und des jungen iranischen Kompositions-Studenten Payman Mansouri. Die Besetzung wird aus einem Bläser- und einem Streichquintett sowie Klavier und Harfe bestehen. Das Sasel-Haus ist der südlichste Ort der Konzertreise. Weitere Stationen sind Lübeck, Eutin, Oldenburg in Holstein, Maribo, Vordingborg und Kopenhagen.
Im Sasel-Haus wird das Konzert durch einen Impuls-Vortrag von Prof. Dr. jur. Michael Stuwe vom Institut of Northern European Economic Research (INER) begleitet, der das derzeit größte Infrastrukturprojekt Europas mit seinen Vorteilen und Fährnissen gesellschaftlich relevant und kritisch betrachtet.
Klassik meets ImPuls –
Deutsch-Dänischer Konzertabend & Impuls-Vortrag
Ensemble Storstrøm – Musikhochschule Lübeck &
Prof. Dr. Michael Struwe zur Fehmarn-belt-Querung
15. November 2025
19:00 Uhr
Sasel-Haus
Saseler Parkweg 3
22393 Hamburg
Tickets hier
Carl Nielsen (1865-1931)
Aus der Schauspielmusik zu Oehlenschlægers Drama „Aladin“ op. 34:
Orientalischer Festmarsch, arr. für Flöte, Klarinette, Fagott, Violine, Viola, Violoncello, Harfe und Klavier von Erik Højsgaard
E. T. A. Hoffmann (1776-1822)
Quintett für Harfe und Streichquartett in c-Moll AV 24, 1. Satz
Rudi Stephan (1887-1915)
Musik für sieben Saiteninstrumente, 1. Satz
– Pause –
Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Quintett für Klavier und Bläser in Es-Dur op. 16
Carl Nielsen
Zwei Fantasiestücke op. 2, arr. für Oboe solo, Flöte, Klarinette, Fagott, Streichtrio und Harfe von Jakob Westh
Payman Mansouri
Neues Werk, Auftragskomposition aus Anlass des Projektes „Musikalische Bewegungen und Begegnungen“
Unterstützt durch die Stiftungen der Sparkassen Holstein Sparkassen Stiftung Holstein.
Die erste Ausgabe der DDV Mitteilungen 2025 ist da. Blättert hier rein ins neue Heft. Viel Spaß beim Lesen – und euch allen ein wunderbares und hoffentlich friedliches Jahr 2025.
Euer DDV Redaktionsteam
PS: Hier gibt es die älteren Ausgaben der DDV Mitteilungen zum Nachlesen.
„Das neue Jahr verdeutlicht, wie die Zeit vergeht. Wenn die Uhr Mitternacht schlägt, berühren sich zwei Jahre und ein Ende wird zu einem neuen Anfang. Heute Abend verabschieden wir uns vom alten Jahr und begrüßen das neue. Genau wie wir es Jahr für Jahr getan haben.
Aber andererseits hat sich etwas geändert. Für meine Mutter, Königin Margrethe, für mich und für Sie. Obwohl wir uns alle ein Jahr lang an den Gedanken gewöhnen konnten, bin ich mir bewusst, dass es immer noch einige geben mag, die wegen mir ein wenig nervös sind. Denn kann die Neujahrsansprache von jemand anderem als Königin Margrethe gehalten werden?
Viele Menschen ziehen an Silvester Bilanz. Was nehmen wir aus dem vergangenen Jahr mit und was sehen wir im kommenden Jahr vor uns? Ich nehme vor allem einen Tag mit. Den 14. Januar.
Die Fahrt durch die Straßen von Kopenhagen zum Schloss Christiansborg.
Die letzte Sitzung des Staatsrats meiner Mutter. Die Minuten, bevor sich die Türen zum Balkon öffneten. Ein sehr tiefer Atemzug. Der Platz vor dem Schloss Christiansborg.
Die Menschenmenge vor mir. Meine Familie direkt hinter mir.
Ich trete vor und stoße auf so viel Unterstützung, Freude und Liebe. Ich stehe zusammen mit Königin Mary als König und Königin von Dänemark auf dem Balkon. Ich nehme alles in mich auf – oder versuche es zumindest – bewegt und überwältigt.
Das nehme ich mit. Das nehmen wir mit. Für immer. Tausend Dank.
Vor einem Jahr hielt meine Mutter ihre 52. Neujahrsansprache. Eine Ansprache, die die meisten Menschen überraschte, weil sie sich als ihre letzte herausstellte.
Heute Abend halte ich meine erste. Es gibt für alles ein erstes Mal und ein letztes Mal. Diese Momente heben sich in der Regel deutlicher von allen anderen Momenten ab. Sie sind Anfänge und Enden im Laufe des Lebens, und wir messen ihnen eine besondere Bedeutung bei. Der erste Schultag – und der letzte. Wir erinnern uns an sie. Und wir feiern sie.
So auch unsere Familie im letzten Sommer, als der Kronprinz sein Abitur machte und zusammen mit Tausenden anderen Jugendlichen den erfolgreichen Abschluss eines Jugendbildungsprogramms feierte. Ich habe diese Zeit des Jahres immer geliebt. Wenn unsere jungen Leute ihren Abschluss machen und mit Kappen mit Bändern in allen Farben Arm in Arm die Straßen, Gassen und Strände füllen. Wer erinnert sich nicht an das euphorische Gefühl der Freiheit; die ganze Welt lag offen da und alle Türen warteten nur darauf, dass man den Griff umdrehte.
Es sieht so einfach aus, wenn die Jugend sich gehen lässt und Spaß hat.
Und gleichzeitig kann es alles andere als das sein. Viele junge Menschen verlieren den Halt. Nicht für eine Weile, sondern für lange Zeit. Für einige in einem solchen Ausmaß, dass sie krank werden. „Warum kann ich nicht wie alle anderen sein?“, fragen sie sich vielleicht. Es gibt selten eine einfache Antwort. Wir wissen jedoch, dass es hilft, jemanden zu haben, dem man sich anvertrauen und auf dessen Unterstützung man zählen kann. Unsere engsten Angehörigen sind unser wichtigstes Bollwerk. Sowohl wenn das Leben uns zu Boden wirft als auch wenn es uns einfach überfordert.
Als Eltern von vier Teenagern haben Mary und ich gelernt, dass es hilft, zuzuhören. Fragen zu stellen, ohne Annahmen zu treffen. Zu umarmen, anstatt sofort zu handeln. Unsere Kinder sind anders. Das gilt auch für junge Menschen. Es gibt nicht eine Geschichte, die die Identität aller Menschen erfasst. Wir bekommen die beste Vorstellung davon, wer junge Menschen sind, wenn wir sie einzeln zu Wort kommen lassen. Immer wieder beeindrucken sie uns mit ihrem Verständnis für sich selbst und für andere. In meinen Augen sind sie mutig. Weil sie es wagen, Verletzlichkeit zu zeigen und sie als Stärke zu betrachten. Die jungen Menschen von heute akzeptieren sich so, wie sie sind. Sie trauen sich, beides zu sein. Sowohl verletzlich als auch stark.
Sowohl als auch. Einerseits und andererseits. In einer Zeit zunehmender Polarisierung geht diese Nuance leicht verloren.
Wir laufen Gefahr, die Welt auf ihre Extrempunkte zu reduzieren, wenn wir extreme Positionen einnehmen. „Bist du dafür oder dagegen?“, fragen die Leute. Vielleicht sind wir irgendwo in der Mitte. Weil wir in der Lage sind, die Dinge aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und uns in andere hineinzuversetzen. Das ist eine unserer besten Eigenschaften als Menschen und etwas, worin wir Dänen gut sind.
Ich habe schon oft die Dinge durch die Augen eines anderen gesehen und etwas Neues entdeckt. Das kann eine Herausforderung sein, aber es lohnt sich immer, unabhängig davon, ob wir die Dinge auf die gleiche Weise wahrnehmen.
Wir dürfen nicht zulassen, dass Meinungsverschiedenheiten uns daran hindern, Wahrnehmungen und Einstellungen auszutauschen. Durch diesen Austausch haben wir die Möglichkeit, uns zu bewegen und aufeinander zuzugehen. Wir haben das Glück, dass wir uns in diesem Land gegenseitig vertrauen. Zwischen uns herrscht großes Vertrauen. Das macht es einfacher, den Mitmenschen vor dem Gegner zu sehen.
Freiwilligenarbeit ist ein Beispiel für Menschlichkeit, und die meisten Dänen engagieren sich irgendwann einmal ehrenamtlich. Das kann alles Mögliche sein, von der Hausaufgabenbetreuung für Kinder im Hausaufgaben-Café über die Gründung einer neuen Sportgruppe bis hin zum Händchenhalten mit einem anderen Menschen, wenn das Leben zu Ende geht.
Freiwilligenarbeit gibt es in vielen Formen. Der gemeinsame Nenner ist, dass sie für alle Beteiligten sinnvoll ist, sowohl für die Person, die ihre Zeit zur Verfügung stellt, als auch für die Person, die sie erhält.
Freiwillige leisten unzählige Dienste und Aktivitäten. Auch beim Royal Run, bei dem sich in diesem Jahr 2.500 Menschen freiwillig gemeldet haben, sodass wir anderen in den fünf Austragungsstädten gemeinsam laufen und rennen konnten. Ich danke allen, die Zeit und Mühe in den gemeinsamen Pool gesteckt haben. Ich möchte auch all jenen danken, die ich in der Audienz getroffen habe. Es ist eine der vielen Freuden meiner neuen Rolle, eine Tradition fortzusetzen, bei der ich Menschen treffe, die ihr gesamtes Arbeitsleben am selben Arbeitsplatz verbracht haben, und bei der ich Lebensgeschichten aus allen Teilen des Königreichs Dänemark höre.
Der Elektriker, der die Hälfte der Stadt mit Strom versorgt hat. Die Kindergärtnerin, die sich um Generationen gekümmert und Kinder betreut hat, die schließlich selbst Eltern von Kindern wurden, die am selben Ort aufwuchsen. Die meisten von ihnen verstehen nicht, wo die Zeit geblieben ist, aber mit ihrer langjährigen, fleißigen Arbeit bilden sie einen Teil des Rückgrats dieses Landes. Dies gilt auch für Sie, die Sie über unsere Sicherheit wachen: die Polizei, die Rettungsdienste und die Verteidigung – unsere Soldaten, die im Ausland eingesetzt werden. Sie, die Sie ein Risiko für uns alle eingehen. Vielen Dank für Ihren wichtigen Beitrag.
Wir leben in unsicheren Zeiten. Mit angehaltenem Atem verfolgen wir die Entwicklung im Nahen Osten und fühlen mit den vielen leidenden Familien. In Europa, nicht weit von hier, kämpft das ukrainische Volk tapfer für seine Freiheit. Und für unsere. Der Krieg in der Ukraine ist eine brutale Mahnung an uns, den Frieden nicht als selbstverständlich hinzunehmen. Auch nicht auf unserem Kontinent. Europa muss zu unseren gemeinsamen Werten stehen.
Vor 75 Jahren war Dänemark eines von 12 Ländern, die das Verteidigungsbündnis NATO gründeten. Gemeinsam wollten wir Sicherheit und Frieden gewährleisten. Seitdem sind weitere Länder beigetreten. Zuletzt Finnland und Schweden. Das stärkt die nordischen Länder. Es stärkt Europa. Es stärkt unsere gemeinsame Verteidigung der Freiheit. Wir können globale Konflikte nur lösen, wenn wir international zusammenstehen. Das gilt auch für den Kampf um die Gesundheit unseres Planeten.
Die Reichtümer der Natur sind uns nur geliehen. Niemandem gehört der Himmel oder das Meer. Die Wälder oder die Täler. Die Wiesen oder die Sterne. Niemand von uns hat die Macht, das kleinste Blatt auf eine Brennnessel zu legen. Es liegt an uns, uns um unseren Planeten zu kümmern, denn morgen ist ein neuer Tag. Wir müssen jeden Weg erkunden, der uns in die richtige Richtung führt. Nicht einen Weg nach dem anderen, sondern alle Wege gleichzeitig. Wir haben bereits viele gute Lösungen und zusammen geben sie uns Hoffnung für die Zukunft. Eine Hoffnung, an der wir festhalten und nach der wir handeln müssen.
Das erste Mal und das letzte Mal. Anfänge und Enden im Laufe des Lebens. Daran erinnern wir uns oft. Aber es gibt auch all die Dinge dazwischen.
Der Alltag. Gewöhnliche Tage, die nicht groß herauskommen, aber den größten Teil des Lebens ausmachen. Ich bin dankbar für meinen Alltag mit Queen Mary, unseren vier Kindern und unseren zwei Hunden. Ich freue mich, dass Prinz Joachim und Prinzessin Marie sich mit ihren Kindern in Washington gut eingelebt haben und dass meine Mutter ihr neues Leben genießt.
Der Alltag kann uns oft davonlaufen. Plötzlich ist eine Woche vergangen, ein Monat, ein Jahr. Was bleibt? Das Gefühl der Zusammengehörigkeit.
Mary und ich haben das am 14. Januar gespürt, und wir spüren es, wenn wir Teile des Königreichs Dänemark besuchen. Es herrscht eine ganz besondere Atmosphäre, wenn wir Sie dort treffen, wo Sie leben und wohnen. Wenn wir einen Einblick in Ihren Alltag erhalten.
Wir sind alle vereint und jeder von uns engagiert sich für das Königreich Dänemark. Von der dänischen Minderheit in Südschleswig – das sogar außerhalb des Königreichs liegt – bis nach Grönland. Wir gehören zusammen. Mary und ich haben das sehr deutlich gespürt, als wir Südschleswig und Grönland und alle Orte dazwischen besucht haben. Wir haben die Färöer noch nicht besucht und freuen uns darauf, nächsten Sommer in den Nordatlantik zu fahren.
Ich wünsche allen Dänen – zu Hause und im Ausland – ein frohes neues Jahr. Wir haben viel, worauf wir stolz sein und worüber wir uns freuen können. Vertrauen. Menschlichkeit. Zusammenhalt.
Meine erste Neujahrsansprache. Sie wird nicht wiederkommen, aber ich werde sie nie vergessen. Man sagt: „Ein guter Start ist die halbe Miete“. Das ist vielleicht etwas übertrieben, aber Mary und ich hätten uns keinen besseren Start als König und Königin wünschen können. Wir freuen uns darauf, uns auf alles einzulassen, was das neue Jahr bringen wird, und vor allem darauf, es gemeinsam zu tun. Miteinander und mit Ihnen allen.
Vielen Dank für das vergangene Jahr und ein frohes neues Jahr.
GOTT SEGNE DÄNEMARK.“
Foto: © Dennis Stenild, Kongehuset
Da ist sie, die Herbst-/Winterausgabe 2024 der DDV Mitteilungen. Blättert hier rein ins neue Heft. Viel Spaß beim Lesen – und euch allen einen wunderbaren Herbst- und Winter mit vielen schönen deutsch-dänischen Momenten.
Euer DDV Redaktionsteam
PS: Hier gibt es die älteren Ausgaben der DDV Mitteilungen zum Nachlesen.
Tauchen wir in die Welten der nordischen Mythologie ein: Die Serie um die Seherin Snehild ist nicht nur in Dänemark ein Bestseller geworden, sie heimste auch Kritikerlob und gewann auf Anhieb den Romanpreis des dänischen Rundfunks 2022. Weekendavisen schrieb: »Eine größenwahnsinnige Völven-Saga, erstklassige Fantasy, psychedelische Naturpoesie und gefundenes Fressen für Mythologie-Nerds.«
Auf Deutsch ist bislang ein Band der auf fünf Bände angelegten Serie erschienen, in der Übersetzung von Elfriede Rabenfeder. Der zweite Band erscheint Mitte Januar 2025. In Dänemark ist soeben der vierte Band unter dem Titel »Ormehavet« erschienen.
Auf Einladung der Kgl. Dänischen Botschaft und der Berliner Märchentage spricht die Autorin über ihre Faszination für die nordische Mythologie, ihre Lust am Erzählen und vielleicht auch ihr Faible für Comics und Heavy Metal.
»Snehild – Die Seherin von Midgard« (Band 1)
Snehild, die während eines blutigen Kriegs zur Welt gekommen ist, wächst in der Stadt Himlinge auf. Im Alter von zwölf Jahren wird sie von immer stärkeren Visionen heimgesucht. Snehilds Mutter erkennt in ihr die Fähigkeiten einer Seherin. Zusammen mit Roald und Aslak, den Zwillingssöhnen des Königs, soll Snehild zur Runenleserin und Kämpferin ausgebildet werden. Dies erregt den Zorn von Ragnfried, der mächtigsten Seherin der Stadt, die um ihre Position fürchtet. Für Ragnfried steht fest: Snehild muss aus dem Weg geräumt werden. Koste es, was es wolle …
Die Geschichte einer jungen Frau, die sich gegen übermächtige Feinde behaupten muss, um ihren Platz in der Gesellschaft einnehmen zu können.
»Snehild – Der Ruf der Unterwelt« (Band 2, erscheint am 17.01.2025)
Unheil breitet sich aus in Midgard. König Aslak verliert mehr und mehr den Verstand – und die junge Seherin Snehild ist die Einzige, die ihn retten kann. Doch dabei gerät sie selbst in Gefahr! Ihre Erzfeindin Ragnfried belegt sie mit einem Fluch aus Runenmagie, der Snehild das Leben kosten könnte. Um diesem Schicksal zu entrinnen, begibt sich die junge Kriegerin auf eine beschwerliche Reise, die sie durch das eiskalte Niflheim führt, das von dem mächtigen Drachen Nidhug bewacht wird. Ihr Ziel: das finstere Helheim. Denn nur in den dunklen Tiefen der Unterwelt kann sie die geheimnisvolle Kunst der Runen erlernen und damit den Fluch brechen. Für sich selbst, den König und für die Rettung Midgards!
Anne-Marie Vedsø Olesen gilt in ihrem Heimatland Dänemark längst als Meisterin historischer und mythologischer Stoffe. Mit Snehilds Abenteuern – inspiriert von der Edda – stellt sie sich nun erstmals dem deutschen Publikum vor.
Anne-Marie Vedsø Olesen: "Snehild: Die Seherin von Midgard"
Fantasy-Bestseller nach den Geschichten der Edda
18. November 2024
19:00 Uhr
Nordische Botschaften – Felleshus
Rauchstraße 1
10787 Berlin
Anmelung hier
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung jedoch erforderlich.
Wie verändert sich die Welt, wenn wir der Aufforderung folgen, die Grenze zwischen Natur und Kultur zu überwinden? In welchen Welten und in welchen Medien kann ökologische Koexistenz gelingen? Ist die Verbindung von Pflanzen und Menschen ein Grund zu feiern oder unterläuft die ›fremde Verwandtschaft‹ die Integrität beider Lebensweisen?
Charlotte Weitzes Roman »Rosarium« webt aus diesen Fragen eine Erzählung, die Märchen und Familienroman, Fantastik und Realismus verbindet und als ökologische, politische und gesellschaftlichen Probleme behandelt. Die Verwandlungen im Zentrum des Textes stellen Identitäten in Frage und bieten Wissensweisen an, die weder modern noch traditionell sind und erlauben uns so, zu diskutieren, wie wir mit und als mehr-als-menschliche Wesen leben wollen.
Rosarium erscheint auf Deutsch in der Übersetzung von Ursel Allenstein im Verlag btb.
»Eines unserer größten internationalen Talente hat einen unvergleichlichen Klimaroman geschrieben … ›Rosarium‹ ist ein beeindruckender Roman und ganz wie sein Cover: üppig, dunkel und abenteuerlich – wow, ich kann mich nicht erinnern, wann ich was Vergleichbares gelesen habe.« Anna Sophie Hermansen, Berlingske
Charlotte Weitze, geboren 1974, studierte Folkloristik an der Universität von Kopenhagen. Ihre erste Auszeichnung, den BogForum-Debutant-Preis erhielt sie 1996 für ihre Kurzgeschichtensammlung »Changeling«. 1999 erschien ihre zweite Sammlung mit Kurzgeschichten, »Spellbound«, wofür sie das Danish Arts Foundation Stipendium erhielt. »Rosarium«, ihr erster Roman, wurde einheitlich von der Kritik gelobt und für mehrere Preise nominiert. Das Essay »Das Klima und die Künstler·innen« erschien 2022. Für 2025 ist ihr zweiter Roman angekündigt.
Solvejg Nitzke, 1985 geboren, ist Literatur- und Kulturwissenschaftlerin und erforscht prekäre Naturen in der populären Literatur und Kultur des 19. Jahrhundert, Klima und Katastrophen, Science Fiction und Verschwörungsnarrative. Sie forscht u. a. im Rahmen des Projekts »Disrupt!Research. Dynamic Collaboration under Conditions of Disruption« (TU Dresden) und leitete das Forschungsprojekt »Fremde Verwandtschaft. Eine Kulturpoetik der Bäume« (Fritz-Thyssen-Stiftung).
Die Lesereise von Charlotte Weitze mit Veranstaltungen in Dresden (21. November) und Berlin (22. November) ist eine Kooperation zwischen der Königlich Dänischen Botschaft Berlin und dem Projekt "Disrupt!Research" (TUDiSC, TU Dresden). In Zusammenarbeit mit dem Verlag btb. Mit freundlicher Unterstützung der Danish Arts Foundation.
Charlotte Weitze: "Rosarium"
Einzigartige Familiensaga über fünf Generationen von Frauen
22. November 2024
19:00 Uhr
Nordische Botschaften – Felleshus
Rauchstraße 1
10787 Berlin
Anmelung hier
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung jedoch erforderlich.
Bild: © Nordische Botschaften/Kai Abresch