15. November 2023
Rückblicke

Dänische Architektur und journalistische Einblicke – Besichtigung des SPIEGEL-Gebäudes

von: Dani Clément

Der ganze Erfolg von Überraschungseiern beruht im Grunde darauf, dass sie drei Dinge auf einmal versprechen: Spannung, Spiel und Schokolade. Dass so ein Dreiklang aus Gewinn für den Menschen auch auf anderem Gebiet funktioniert, bewies uns die Führung durch das Gebäude des SPIEGEL im November sehr eindrücklich. Denn hier wurden uns gleich drei Dinge auf höchstem Niveau geschenkt: Erstens ein Blick auf die Architektur des Gebäudes an der Ericusspitze. Zweitens viele spannende Informationen darüber, wie beim Nachrichtenmagazin SPIEGEL und der dazugehörigen Online-Redaktion gearbeitet wird. Und das beides drittens in einem ebenso klugen wie sympathischen Vortrag von Martin U. Müller, Redakteur im Wirtschaftsressort.

Entworfen wurde das Gebäude vom Kopenhagener Architekt Henning Larsen, unter anderem bekannt durch die Königliche Oper in Kopenhagen und die zusammen mit Ólafur Elíasson entworfene Konzerthalle Harpa in Reykjavík. In

Doch von Anfang an: Die Führung selbst war schon ein Geschenk, denn öffentlich zugänglich ist das Gebäude nicht, und auch eine solche Führung kann man eigentlich nicht buchen. Aber für den Deutsch-Dänischen Verein machte Martin U. Müller eine Ausnahme – und so rückten wir tatsächlich mit knapp 50 Mitgliedern an, um uns die dänische Architektur aus dem Kopenhagener Büro Hennig Larsen Architects zeigen zu lassen. Es genüge ein Wort: beeindruckend! Das gilt auch für das Interieur, zu dem ein Teil der berühmten SPIEGEL-Kantine des ikonischen dänischen Designers Verner Panton ebenso gehört wie eine schier unglaubliche Ansammlung „Egg“-Chairs von Arne Jacobsen. Das ist mal ein einmaliges Stück Dänemark mitten in Hamburg!

Ebenso informativ wie unterhaltsam bekamen wir auf dem Weg in den Konferenzraum einen historischen Abriss darüber, wie der SPIEGEL gegründet, das Gebäude gebaut wurde und warum zum Beispiel keine Fahrradständer davorstehen.

Im Konferenzraum angekommen, bekamen wir einen Einblick in die Arbeitsweise des SPIEGEL. Warum nehmen die Redakteur:innen nie an Pressekonferenzen teil? Woher kommen eigentlich Tippgeber und warum geben sie Informationen preis? Wieso ist ein Anwaltsschreiben ein erster Hinweis darauf, dass eine Recherche in die richtige Richtung läuft? Und wann ist ein Skandal endgültig vorbei? Auf diese und viel mehr Fragen bekamen wir unter- haltsam aufbereitete Antworten.

Ein großartiger Abend, für den wir enorm dankbar waren!

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